Aktuelles (Archiv 2010)

Pressemitteilung der FWG Pegnitz (8.12.2010)
FWG vor Ort in Zips
Infoabend zum Haushalt der Stadt Pegnitz
Die FWG trauert um Dr. Köberlin
Helmut Graf nun Ehrenvorsitzender
Helmut Graf zieht Bilanz
Bürgermeisterwahl: Für FWG „alle Optionen offen“
 
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Sonderthema Erneuerbare Energien

Pressemitteilung der FWG Pegnitz (8.12.2010)

Pegnitz Bei der Mitgliederversammlung der FWG Pegnitz Ende November unter der Führung der neuen Vorstandschaft (Dr. Stefan Reinfelder, Klaus Liebig, Klaus Adelhardt und Ilona Lehner und Jutta Siewert) wurden folgende Themen in Abstimmung mit der Stadtratsfraktion der FWG Pegnitz besprochen:

Bericht des 1. Vorsitzenden
Dr.Reinfelder führt aus, das die neue Vorstandschaft die vergangene Zeit zur Einarbeitung gut genutzt hat. Bei der Übergabe der Vorstandschaft bedankte er sich persönlich beim Ehrenvorsitzenden Helmut Graf für den reibungslosen Ablauf und die Unterstützung bei der Einarbeitung. Bei der Versammlung am 30.11.2009 wählten die Mitglieder nicht nur eine neue Vorstandschaft sonder eben auch Helmut Graf zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Dieser wurde auch für seinen Lebenswerk mit der Verdienstnadel in Gold von der FWG-Landesführung durch den Vizepräsidenten des bayerischen Landtages und Mitglied des Landtages ,Herrn Peter Meyer, und den Vorsitzenden des Bezirks Oberfanken, Herrn Klaus Förster, geehrt.
Am 20.1.2010 verstarb der Gründungsvorsitzende Dr. Ernst Köberlin im Alter von 93 Jahren. Dr.Reinfelder würdigte die Lebensleistung des Verstorbenen bei seinem Einsatz für das Gemeinwohl. Die Mitglieder erwiesen ihm die letzte Ehre in Form einer Gedenkminute.
Um sich in kommunalpolitsch relevante Themen einzuarbeiten, traf man sich am 29.4.2010 im Gasthaus Rosenhof und lud den Kämmerer der Stadt Pegnitz, Herrn Wolfgang Hempfling, dazu ein. Dieser erläuterte dann den Aufbau eines kommunalen Haushaltes – beispielhaft am Haushalt der Stadt Pegnitz.
Am 29.9. wurde die bewährte und erfolgreiche Reihe „ FWG vor Ort“ wieder aufgenommen. Man traf sich in Zips, um den Fortgang der Bauarbeiten im Rahmen der Ortssanierung zu betrachten. Unter der Führung des 2. Bürgermeisters der Stadt Pegnitz, Helmut Graf, und mit Unterstützung des Stemmenreuther Bürgers Heinrich Lindner wurde kompetent der Fortschritt der Baumassnahmen erläutert.

In einem Blick in die Zukunft schlägt Dr. Reinfelder vor, die Reihe „FWG vor Ort“ mit einer Veranstaltung in Trockau und oder Buchau nach der während erfolgter Ortssanierung zu gegebener Zeit fortzusetzen. Auch plane man Infoabende zum Thema Juragruppe und erneuerbare Energien.

Bericht des Fraktionsvorsitzenden
Der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Hans Hümmer, führte aus, dass ein Antrag der FWG-Fraktion zum Thema Kfz-Zulassung in Pegnitz in absehbarer Zeit zur Realität werde, dabei sei es auch möglich für Bewohner der angrenzenden Landkreise ihre Autos etc. in Pegnitz anzumelden.

Er berichtet weiter, dass andere Kommunen das CabrioSol als die Hauptkonkurrenz zu Obernsees ansähen, was sicherlich so nicht richtig ist. So denke der Thermenbetreiber GMF, der weiterhin defizitär arbeitenden Therme Obernsees, darüber nach, sich mehr in Richtung Bad zu entwickeln und erhebliche bauliche Erweiterungen ( Aussenbereich u. Sauna) durchzuführen. Eine Erweiterung über Kreismittel wird sicherlich sehr kritisch zu hinterfragen sein, da in diesem Bereich auch Freibäder in Hollfeld, Waischenfeld und Pottenstein bestehen, die dadurch in Ihrer Existenz bedroht werden. Das Floriansprinzip kann hier nicht angewandt werden.

Große Sorgen bereite ihm die finanzielle Lage der Kommunen und des Kreises, da alle Sozialausgaben zwar von Berlin aus, den Gemeinden aufgetragen werden, aber eine entsprechende finanzielle Mittelbereitstellung nicht in ausreichendem Maße erfolge. Es ist eine Durchreichung der Aufgaben von oben nach unten, ohne entsprechenden Ausgleich. Folglich steige auch die Kreisumlage der betroffenen Gemeinden, was dort dann als Folge die Haushalte sehr belaste. Auch die deutliche Mehrung bei den Kreditaufnahmen des Landkreises und einer überwiegenden Finanzierung der Kreditbestände über den kurzfristigen Geldmarkt, führen zwar momentan zu niedrigen Zinsen, jedoch mit einem enormen Zinsänderungsrisiko. Eine mögliche Zinssteigerung werde die Finanzlage deutlich belasten.

Veränderungsvorschläge zum CabrioSol
Aufstellen einer Straßenlaterne am Eck Parkplatzausfahrt-Seiteneingang Eisstadion- Haupteingang CabrioSol/Eisstadion, da dieser zentrale „Treffpunkt“ sehr dunkel ist, besonders, wenn im Eisstadion kein Licht die Eisfläche beleuchtet.
Beleuchtetes Logo über dem Eingang anbringen, da dies ein Aufmerksamkeit erzeugender „Hotspott“ besonders von der Bundesstraße aus ab Höhe Brauervereinigung ist.
Einführung von Zeittarifen auch im Sommer, da auch immer Sommer das Wetter nicht immer so gut ist, dass man einen ganzen Tag sich im CabrioSol aufhalten möchte.
Einbau von 2-3 Heißwasserwhirlpools ( 36 - 37 °) als weitere Wellnessattraktion, evtl. sogar überdach oder als Wintergarten und somit auch in der Winterbadesasion nützbar.
Einbau einer Schleuse um im Winter halbwegs warm in die Salzsole zu gelangen.
Evtl. Dach, Wintergarten etc. über die Salzsole bauen -> zur Senkung des Energieverbrauchs ?

Stellungnahme zum Thema Eisstadiondach
Die FWG-Pegnitz lehnt aus Kostengründen eine wie auch immer gedachte Errichtung eines Daches über das Eisstadion ab.

Begründung:
Die hier entstehenden Kosten stellen eine sehr hohe Ausgabe dar, die zum einen eine (zu)große Investition erfordern und zum anderen den am Ort vorhanden Sportvereinen bezüglich der halbwegs gerechten Verteilung von Fördermitteln nicht mal ansatzweise zu vermitteln ist.

Schon in der Vergangenheit ermöglichte es ein hoher Einsatz von finanziellen Mitteln der Stadt Pegnitz den Betrieb der Infrastruktur (Eis im Eisstadion) zu ermöglichen. Aufgrund aufkommender Diskussionen zum Thema Stadiondach nahm der 1. Bürgermeister der Stadt Pegnitz am 4.12. mit einer Pressemitleitung Stellung:
Zusammengefasst legt er dar, das Investitionsvolumen summiert sich im Zusammenhang mit CabrioSol-Neubau auf über 1.02 Mio. Euro.
Das Betreiben eines aktiven Vereinlebens ist Vereinsache. Man erkennt hier durchaus den Einsatz der Mitglieder des EVP an, aber andere Vereine bekommen die Infrastruktur nicht von der Stadt gestellt und betrieben und unterhalten.
Investieren Sportvereine in ihre Infrastruktur, dann erhalten alle gleichmäßig einen 10 %igen Zuschuss seitens der Stadt Pegnitz in Höhe der geplanten Ausgabe.
Die anderen Mittel müssen über andere Quellen oder mittels Eigenleistung aufgebracht werden.
Auch die Aufrechterhaltung oder der Ausbau eines sogenannten Alleinstellungsmerkmals muss im Rahmen wirtschaftlicher Möglichkeiten bleiben. Dieser Sachverhalt wird auch Seitens eines neutralen Gutachters bestätigt.

Aus Gründen der ansatzweisen Gleichbehandlung anderer Sportvereine
und der gutachterlichen Stellungnahme lehnen wir den Bau einer Überdachung ab.

Das Argument, man hätte doch das Geld für die Sanierung des Alten Schlosses ( 2,2 Mio. €) „umleiten“ und zum Dachbau verwenden können, stellt sich bei sachlicher Betrachtungsweise als kein Argument dar, weil zur Sanierung des Alten Schlosses sehr viel Geld ( 1,8 Mio) von der Oberfrankenstiftung zweckgebunden für solche Maßnahmen gegeben werden.

FWG vor Ort in Zips

Pegnitz/Zips Die Freie Wählergemeinschaft Pegnitz nahm am 29.September 2010 ihre erfolgreiche Veranstaltungsreihe „FWG vor Ort“ wieder auf und traf sich in Zips, um sich ein Bild über den Fortgang der Bauarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung zu machen. Zufrieden zeigte sich die neue FWG-Vorstandschaft unter dem Vorsitzenden Dr. Stefan Reinfelder mit seinen beiden Stellvertretern Klaus Liebig und Klaus Adelhardt über die gute Resonanz. Waren doch der Einladung neben der kompletten FWG-Stadtratsfraktion eine stattliche Reihe von interessierten FWG-Mitgliedern sowie auch Zipser und Stemmenreuther Bürger gefolgt.

Der zweite Bürgermeister der Stadt Pegnitz, Helmut Graf, führte fachkundig durch den Ort und erklärte die einzelnen Baumaßnahmen. Anschließend traf man sich bei Bratwürsten im Gasthaus Ficht. Dort wurde das gesamte Dorferneuerungsverfahren, auch in seiner zeitlichen Dimension, vorgestellt.

So wurde im Jahre 2004 von der Direktion für Ländliche Entwicklung Bamberg
die Flurbereinigung Zips angeordnet. Das Planungsbüro landimpuls erstellte nach eingehender Bürgerbeteiligung einen Maßnahmenkatalog, der folgende Punkte beinhaltet:

Dorfstraße mit Erlenbach und Dorfstraße nach Stemmenreuth mit geregelter Entwässerung, der Anlage von Randsstreifen, von Gehsteigen und einer neuen Beleuchtung.

Bolzplatz, Hirtenhaus und kleinere Grün- und Entsiegelungsmaßnahmen.

Bau eines Hochwasserdammes östlich von Zips, um ein mögliches Starkregenwasser, das von Stemmenreuth kommt, zu regulieren. Dieser Damm gliedert sich harmonisch in die Landschaft ein.

Nach langer Planungszeit und mehreren Versammlungen unter Berücksichtigung
der Agrarstrukturellen Entwicklungsplanung ( AEP) wurde im Stadtrat am 22.4.2009 der Beschluss zur Ortssanierung in Zips gefasst und zeitnah mit der Umsetzung begonnen.

Die Kosten belaufen sich auf ca.1,33 Mio Euro. Der Eigenanteil der Stadt Pegnitz beträgt ca. 770 000 Euro. In diesen 770 000 Euro sind 196 000 Euro fiktiv enthalten, die die Stadt Pegnitz den beteiligten Einwohnern von Zips nicht abverlangt, da es in Pegnitz keine Straßenausbaubeitragssatzung (Beteiligung am Gehsteigbau etc.) gibt.

Die Bauarbeiten werden von der Firma Markgraf, Weiden, durchgeführt.

Ein gemütliches Beisammensein im örtlichen Dorfgasthaus mit Unterhaltungseinlagen des inzwischen über die Region hinaus bekannten Zipser Zauberers rundete den informativen Abend ab.
gez. Stefan Reinfelder

Infoabend der Freien Wählergemeinschaften Pegnitz und Trockau
am 29.04.2010 im Gasthof Rosenhof:
Der Aufbau eines Haushaltes einer Stadt – beispielhaft am Haushalt der Stadt Pegnitz

Pegnitz Als Referent für den Informationsabend konnte der Kämmerer der Stadt Pegnitz, Herr Wolfgang Hempfling, gewonnen werden. Dieser führte uns rund 90 Minuten durch das Zahlenwerk unserer Stadt. Er zeigte, was es grundsätzlich für Steuereinnahmen ( Lohnsteuer, Einkommenssteuer...) gibt, welche Steuern eine Stadt selbst erheben kann (z.B. Hundesteuer).
Weiter legte er dar, wie die Einnahmen über die Einkommensteuerumlage berechnet wird, was anschließend als Kreisumlage wieder weitergeleitet werden muss u.v.m.

Er erklärte grundsätzliche Dinge wie Kameralistik (vgl. Einnahmen- und Ausgabenaufzeichung) und künftig einzuführende „Doppik“ (vgl. einer Bilanz mit Aktiv- und Passivseite).
Der buchhalterische Mehraufwand einer „Doppik“ bringe auf der anderen Seite eine größere Transparenz.
Auch besteht in einem Haushalt die Möglichkeit Teile (z.B. Abwasserwerk, Freizeitpark etc.) auszulagern, was die Transparenz der einzelnen „Betriebe“ erhöht, denn dann kann man beispielsweise Betriebskosten und Finanzierungskosten genau zuordnen.

Weiterhin zeigte er auf, welche Fixposten in einem Haushalt bestehen (Kindergärten, Schulen, Feuerwehr... ), was an freiwilligen Leistungen (z.B. Sportvereine) gezahlt wird.

Alles in allem war es ein sehr aufschlussreicher Abend mit vielen Detailinformationen und die Zuhörer waren beeindruckt mit welcher Disziplin und Ordnung der Haushalt der Stadt Pegnitz aufgebaut ist, was nicht bei allen Städten und Gemeinden der Fall ist.



Traueransprache für die FWG zum Tod von Dr. Ernst Köberlin
verstorben am 20.01.2010, Trauerfeier am 23.01.2010

Liebe Familie Köberlin, verehrte Trauergäste!

Die Freie Wählergemeinschaft Pegnitz trauert um ihren Gründungsvorsitzenden.
Dr. Ernst Köberlin war es, der sich im Jahr 1952 – damals im Alter von 36 Jahren – mit Gleichgesinnten zusammentat, um als gebürtiger Pegnitzer mit anzupacken, um mitzuhelfen, das Gemeinwesen unserer Stadt der Nachkriegszeit mit zu organisieren und voranzubringen.
1952 – der 2. Weltkrieg war für ihn glücklich überstanden – es herrschte Aufbruchstimmung, auch in Pegnitz. Der Beginn des Wirtschaftswunders zeichnete sich ab.
Das war der Zeitpunkt, wo der junge Ernst Köberlin, noch mit dem Aufbau seiner neuen beruflichen Existenz beschäftigt, bereit war, Verantwortung für unser Gemeinwohl zu übernehemen. Man gründete die Freie Wählergemeinschaft Pegnitz und unser Verstorbener wurde zum Gründungsvorsitzenden gewählt.
Seitdem stellte er sich neben seinem Beruf als Zahnarzt in den Dienst der Allgemeinheit. Sein Wirken beschränkte sich nicht nur auf den Bereich der Kommunalpolitik sondern strahlte auch weit darüber hinaus hinein in das öffentliche Leben der Stadt, in die Vereine und als gläubiger Christ nicht zuletzt zusammen mit seiner Frau auch in seine Kirche und deren Organisationen.
Er war ein Mittler zwischen den Generationen und suchte häufig das Gespräch, wenn nötig vertrat er seinen Standpunkt auch konfrontativ.
Wie gehört vertrat Dr. Köberlin die Freien Wähler 21 Jahre im Pegnitzer Stadtrat. Und auch danach meldete er sich bei unseren Veranstaltungen regelmäßig zu Wort und mischte sich kräftig ein.
Wir verlieren mit ihm eine viel geschätzte und hoch geachtete Persönlichkeit. Er hat sich um unsere FWG in besonderem Maße verdient gemacht. Wir werden ihn als herausragenden Menschen in dankbarer Erinnerung behalten.
Im Namen der FWG-Vorstandschaft und der Stadtratsfraktion und aller Mitglieder spreche ich den Angehörigen, den Töchtern und seinem Sohn mit Familien unsere tief empfundene Anteilnahme aus.
Dem Wunsch entsprechend werden wir anstelle eines Kranzes einen entsprechenden Geldbetrag zugunsten des Brigittenheims überweisen.
Lieber Dr. Köberlin, vergelt’s Ihnen Gott und ruhen Sie in Frieden!
gez. Helmut Graf

Helmut Graf nun Ehrenvorsitzender
Generationswechsel: Stefan Reinfelder führt die FWG

Einen Generationenwechsel brachte die Vorstandswahl bei der Hauptversammlung der Freien Wählergemeinschaft Pegnitz, da neben dem Vorsitzenden Helmut Graf mehrere Vorstandsmitglieder ihre Ämter für diesen Zweck zur Verfügung stellten.
Im Vorfeld hatte der Vorstand eine Vorschlagsliste erarbeitet, die einstimmig angenommen wurde. Neuer Vorsitzende ist Dr. Stefan Reinfelder, seine Stellvertreter heißen Klaus Liebig und Klaus Adelhardt.
Als Kassier übergibt Thomas Engelhart sein Amt an Ilona Lehner. Schriftführerin bleibt Jutta Siewert, Gerhard Bauer Beisitzer. Christa Bauer stand nur noch als Beisitzerin zur Verfügung und übernimmt mit Anton Wolf und Alexander Eckert die Positionen von Hans Löhr, Rainer Bauer und Eugen Pflaum. Karlheinz Rödel steht als neuer Kassenrevisor an der Seite von Hans Lechner.
Goldene Ehrennadel für Helmut Graf
Nadel in Gold
Einstimmig wurde schließlich der Antrag von Stefan Reinfelder befürwortet, Helmut Graf zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Klaus Förster, Bezirksvorsitzender der Freien Wähler, und Peter Meyer, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, über reichten Graf zudem die goldene Ehrennadel mit Urkunde als höchste Auszeichnung der Freien Wähler für die herausragenden Verdienste um die Wählergemeinschaft. Förster betonte dabei: „Du bist und bleibst eines der wichtigsten Aushängeschilder der kommunalen Selbstverwaltung.“ sm/nk

Helmut Graf (Zweiter von links) erhielt von Landtagsvizepräsident Peter Meyer (Zweiter von rechts) die höchste Auszeichnung der Freien Wähler für herausragende Verdienste. Foto: Schwemmer

Nicht amtsmüde – „aber 30 Jahre sind genug“
Helmut Graf zieht eine Bilanz seiner Tätigkeit an der Spitze der FWG – Hümmer würdigt seine Verdienste

Bereits zu Beginn der Hauptersammlung der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Pegnitz im Gasthaus Rosenhof brachte der scheidende Vorsitzende Helmut Graf deutlich zum Ausdruck, dass er für die Vorstandswahl nicht mehr zur Verfügung stehe.
„30 Jahre sind genug und wenn man 30 Jahre quasi als Manager an der Spitze steht, dann gehört es mit zu der Verantwortung für das Geschaffene, dass man seinen Laden ordentlich übergibt.“ Unter dieser ordentlichen Übergabe, so Graf, verstehe er, dass man Personen findet, die für die Kontinuität wie für die Weiterentwicklung und für neue Ideen stehen. Personen, die überzeugt für die Sache der freien Wähler einstehen.
„Ich gebe nicht aus Amtsmüdigkeit den Stab weiter. Nein, ich sehe mich in der Verantwortung für eine geordnete Nachfolge“, betonte Graf vor einem Rückblick auf seine Mitgliedschaft in der FWG seit 1972.
Hans Hümmer, Fraktionssprecher im Stadtrat, berichtete ausführlich über das Projekt Ganzjahresbad und dessen aktuellen Realisierungsstand. Für die Stadt Pegnitz sprach er jedoch auch schon die nächste Projekte, insbesondere die neue Sport- und Kulturhalle am Wiesweiher, an. nk

Wanderzirkus vermeiden

Peter Meyer, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, ging nach einem Kurzbericht über „ein Jahr Landtagsfraktion der Freien Wähler“ ein auf die Fragen aus der Runde. In Sachen Mittelschule wolle man mit einem eigenen Konzept einen erhöhten Schülerbeförderungsbedarf und damit einen Wanderzirkus verhindern, wie ihn die Kooperationsgespräche zwischen den einzelnen Schulen von Hummeltal bis Neudrossenfeld erahnen lassen.
In finanzieller Hinsicht, so Meyer weiter, dürfe der Freistaat die Kommunen in Sachen Rettungsleitstelle nicht im Stich lassen. Problematisch für die Finanzen der Kommunen sei weiter auch die steigende Bezirksumlage. Ordentlich wurde die Führung der FWG Pegnitz auch in finanzieller Hinsicht übergeben. Der Kassenbericht von Thomas Engelhart beinhaltete für die vergangenen Wahljahre jeweils ein Defizit, das sogar in die roten Zahlen führte. Die Kasse der FWG konnte jedoch dieses Jahr wieder in ein geringfügiges Guthaben geführt werden.
Kreisrat Hans Hümmer warf würdigte noch einmal die Verdienste des zum Ehrenvorsitzenden ernannten Helmut Graf. Sei politischer Weggefährten war 1972 anlässlich seiner ersten Stadtratskandidatur der FWG beigetreten. Mit der zweiten Bewerbung kam Graf bereits auf den 13. Platz der Liste und wurde im selben Jahr zum FWG-Vorsitzenden gewählt. Bei den Kommunalwahlen 1984 errang er einen Sitz im Stadtrat, wurde erster Umweltreferent der Stadt, Mitglied des Haupt- und des Verwaltungsausschusses. Zudem wurde Graf auch in den Kreistag gewählt.
1994 erhielt er den Wappenteller der Stadt Pegnitz, 1999 die silberne Bürgermedaille und 2003 die Auszeichnung des Freistaates Bayern für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung.

Ständiger Begleiter
ümmer hob hervor, dass Helmut Graf ihn seit der Öffnung der Freien Wähler für die ländlichen Bereiche und der Gründung der Freien Wählergemeinschaft Trockau ständig mit seiner Erfahrung und seinem Wissen unterstützt hat: „Das durfte ich in der Kommunalpolitik kennen und schätzen lernen.“
Durch dieses Engagement im ländlichen Bereich habe man bei der Kommunalwahl 1990 einen Stimmenzuwachs um 50 Prozent erreicht und zwei zusätzliche Mandate im Stadt Pegnitz errungen. Seit zwei Wahlperioden ist die FWG nun die zweitstärkste Fraktion im Stadtrat. sm/nk



Bürgermeisterwahl 2012: Für FWG „alle Optionen offen“
Dr. Stefan Reinfelders Blick in die Zukunft

Vorstand 2010
Der neue FWG-Vorsitzende Dr. Stefan Reinfelder bezeichnete das Wahlergebnis als Generationenwechsel.
Er trat sein Amt mit der Anerkennung der Leistung der bisherigen Vorstandsmitglieder durch kleine Präsente an: „Ein erfahrener Vorstand gibt den Stab weiter und wir nehmen den Stab gerne auf.“ Nachdem er hervorgehoben hatte, dass die neue FWG-Führung reichlich zuhören, Fragen stellen und lernen will, blickte er in die Zukunft. Für das Jahr 2012 verwies er auf das 60-jährige Jubiläum der Gründung der Freien Wählergemeinschaft Pegnitz durch Dr. Köberlin – und eine Bürgermeisterwahl, für die „alle Optionen offen stehen“. Für die Landtagswahl im Jahr 2013 prägte er die Vision: „Wir wollen die zweitstärkste Fraktion werden.“ Dafür erntete er bereits ein „Yes, we can!“ sm/nk

Viele neue Gesichter im Vorstand der Freien Wähler in Pegnitz (von links): stellvertretender Vorsitzender Klaus Adelhardt, Hans Hümmer, Jutta Siewert, der neue Vorsitzende Dr. Stefan Reinfelder, Ehrenvorsitzender Helmut Graf, Landtagsvizepräsident Peter Meyer, Ilona Lehner und Bezirksvorsitzender Klaus Förster. Foto: Schwemmer

Aktuelles
Haushalt 2019
Volksbegehren gegen die Strabs
Aktualisierung zum Thema Windenergie




Termine
Stadtrats-Sitzungen:
Wegen oftmals kurzfristiger Änderungen bitten wir die Termine bei der Stadtverwaltung zu erfragen.